Eine Buchempfehlung von mir

Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt
Für euch gelesen: Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt

Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt – Meine Reise durch Indien von Walter Beutler

Erschienen im Johannes Petri Verlag

Wer bei diesem Buch einen Reiseführer erwartet, oder ein großes Abenteuer, der wird sicher ein bisschen enttäuscht sein!

Vielmehr gewährt das Buch einen Einblick in ein soziales Projekt namens Auroville. Hier hat sich der Autor auch die meiste Zeit seiner Reise aufgehalten. Logisch ist auch, dass Indien für Rollstuhlfahrer als Reiseland nur schwer zu empfehlen ist. Indien ist ein Land welches sich auf der Schwelle zum Industriestaat befindet, das heißt es gibt noch sehr viel Armut in Indien.

Deutlich wird in dem Buch, dass wer als Rollstuhlfahrer mit dem Gedanken spielt nach Indien zu reisen, sich auf einiges einstellen muss. Indien bietet eben wenig bis gar keine Möglichkeiten, als Mensch mit Behinderung am Leben teil zu nehmen. Indien ist nicht rollstuhlgerecht.

So verwundert nicht, dass eines der größten Probleme des Autors war, einen Teil seiner Autonomie aufgeben zu müssen. In Indien ist man deutlich abhängiger von anderen Menschen, als in westlichen Ländern! Für mich persönlich wäre Indien zurzeit kein Land in das ich unbedingt reisen wollen würde, denn meine Autonomie ist mir sehr wichtig. In Indien ist es schwierig bis unmöglich sich selbstständig fort zu bewegen, öffentliche Verkehrsmittel sind nicht rollstuhlgerecht. Auch rollstuhlgerechte Transferunternehmen zu finden ist unwahrscheinlich. Rollstuhlgerechte Unterkünfte findet man so gut wie gar nicht. Sollte ein Hotel barrierefrei sein, entspricht das bei weitem nicht den in Europa gewohnten Standards.

Fazit: Wer unbedingt mal nach Indien möchte, sollte sich sehr gut vorbereiten. Unter anderem kann er auch dieses Buch gut als Vorabinformation nutzen.

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