Darum arbeite ich bei RUNA REISEN

Mit Leib und Seele berate ich andere Rollstuhlfahrer zum Thema Reisen

Warum arbeite ich eigentlich bei einem Reiseveranstalter für Menschen mit Behinderung?

 Eigentlich könnte ich es mir doch gemütlich machen! Langweilig wird mir auch nicht! Im Gegenteil, schließlich habe ich eine Reihe von Aufgaben!

Wie beschrieben, in Über mich, arbeite ich in Soest noch für einen Verein, den Circuszentrum Balloni e.V. und das nun schon seit 13 Jahren. Angefangen haben wir als kleiner Verein, mit ein paar Eltern als Vorstand und einer Gruppe von 25 Kindern. Mittlerweile haben wir über 120 Kinder in verschiedenen Gruppen, die mehrere Male in der Woche trainieren und viel Erfahrung gesammelt. Wir haben Kindergeburtstage, Fortbildungen für Erzieher, Heilerziehungspfleger und andere soziale Berufe, Schulprojekte, Projekte in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern der Stadt Soest, einen Austausch mit Jugendlichen aus Israel, wir planen Aufführungen und kleinere Auftritte mit unseren Kindern und Jugendlichen u.v.m.

Seit jetzt vier Monaten betreuen meine Frau und ich noch zwei Tageskinder, deren Mutter schwer erkrankt ist. Ja und dann habe ich ja auch noch meine Familie, meine Frau und meinen Sohn.

Warum arbeite ich also dann noch für RUNA REISEN?

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Eine Buchempfehlung von mir

Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt
Für euch gelesen: Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt

Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt – Meine Reise durch Indien von Walter Beutler

Erschienen im Johannes Petri Verlag

Wer bei diesem Buch einen Reiseführer erwartet, oder ein großes Abenteuer, der wird sicher ein bisschen enttäuscht sein!

Vielmehr gewährt das Buch einen Einblick in ein soziales Projekt namens Auroville. Hier hat sich der Autor auch die meiste Zeit seiner Reise aufgehalten. Logisch ist auch, dass Indien für Rollstuhlfahrer als Reiseland nur schwer zu empfehlen ist. Indien ist ein Land welches sich auf der Schwelle zum Industriestaat befindet, das heißt es gibt noch sehr viel Armut in Indien.

Deutlich wird in dem Buch, dass wer als Rollstuhlfahrer mit dem Gedanken spielt nach Indien zu reisen, sich auf einiges einstellen muss. Indien bietet eben wenig bis gar keine Möglichkeiten, als Mensch mit Behinderung am Leben teil zu nehmen. Indien ist nicht rollstuhlgerecht.

So verwundert nicht, dass eines der größten Probleme des Autors war, einen Teil seiner Autonomie aufgeben zu müssen. In Indien ist man deutlich abhängiger von anderen Menschen, als in westlichen Ländern! Für mich persönlich wäre Indien zurzeit kein Land in das ich unbedingt reisen wollen würde, denn meine Autonomie ist mir sehr wichtig. In Indien ist es schwierig bis unmöglich sich selbstständig fort zu bewegen, öffentliche Verkehrsmittel sind nicht rollstuhlgerecht. Auch rollstuhlgerechte Transferunternehmen zu finden ist unwahrscheinlich. Rollstuhlgerechte Unterkünfte findet man so gut wie gar nicht. Sollte ein Hotel barrierefrei sein, entspricht das bei weitem nicht den in Europa gewohnten Standards.

Fazit: Wer unbedingt mal nach Indien möchte, sollte sich sehr gut vorbereiten. Unter anderem kann er auch dieses Buch gut als Vorabinformation nutzen.

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