Mein Leben in zwei Welten

Jürgen Klug präsentiert seine Erfahrungen zum Barrierefrei Reisen

Social Media

Es gibt Tage, da habe ich keine Lust in den sozialen Netzwerken zu stöbern. Dabei weiß ich genau, wie gut es ist, vernetzt zu sein. Gerade für uns, für Menschen mit Behinderung!

Das Internet und die sozialen Netzwerke schaffen heute Möglichkeiten von denen wir vor noch nicht allzu langer Zeit nur träumen konnten. Mit nur geringem Aufwand und in kurzer Zeit komme ich heute an eine Fülle von Informationen zu einem bestimmten Thema! Diese Informationen kann ich dann auch noch mit all meinen „Freunden“ rund um den Globus teilen. Das ist phantastisch und ich bediene mich gerne dieser Möglichkeiten. Mit meinem eigenen Blog, über Facebook, Twitter und Instagram. Ja, die sozialen Netzwerke und das Internet sind toll und die wahrscheinlich Beste Erfindung der neuesten Zeit.

Und doch gibt es diese Tage, an denen ich am liebsten auf einen Internetzugang verzichten würde. Warum? „Mein Leben in zwei Welten“ weiterlesen

10 Fragen an Sebastian P. Schild – Speaker, Motivationscoach und Hypnosetherapeuth

Motivation im Rollstuhl

1. Sebastian, du sitzt ja seit einem Unfall mit einem Motorroller – bei dem du dir eine Querschnittslähmung zugezogen hast – im Rollstuhl. Was würdest du als wichtigste Veränderung seit dem für dich bezeichnen?

Ich habe gemerkt, dass das Leben von einem auf den anderen Moment vorbei sein kann. Dadurch habe ich für mich beschlossen jeden Moment so gut wie möglich zu gestalten! Meine eigene Sterblichkeit ist mir sehr bewusst geworden, so eine Erfahrung kündigt sich ja auch nicht an. Ich habe den Unfall überlebt, mir war aber auch klar, dass ich auch hätte sterben können!

2. Bist Du eigentlich nach Deinem Unfall in ein Loch gefallen und wenn ja, wie bist du wieder daraus gekommen?

Am Anfang war meine Familie und meine Freunde eine große Hilfe und Motivation! Sie haben mir Rückhalt gegeben und mich jeden Tag motiviert, Gas zu geben und dafür zu sorgen, dass ich wieder fit werde! Am Anfang habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, dass ich nie mehr laufen werde und welche Auswirkungen das auf mein Leben haben wird. Ich habe mir mehr Gedanken über meine Familie und meine Freunde gemacht. Für mich war es das Schlimmste zu sehen, wie sehr sie unter den Folgen des Unfalls gelitten haben. Das hat mich am Anfang sehr motiviert, wieder fit zu werden um ihnen die Sorge um mich abzunehmen.

Ich habe dann auch meine Ausbildung beendet und bin mit meiner Freundin zusammen gezogen. Erst nach sechs Jahren, als sich mein Leben quasi normalisiert und stabilisiert hat und ich mich von meiner Freundin getrennt habe, bin ich bei mir selbst angekommen! Erst da habe ich realisiert, welche Folgen der Unfall für mich selbst hatte. Erst da bin ich in ein Loch gefallen mit dem ich Monate lang zu kämpfen hatte. „10 Fragen an Sebastian P. Schild – Speaker, Motivationscoach und Hypnosetherapeuth“ weiterlesen